Das Burgmodul: Brückenschlag (Teil 4)

Aus Gipsteilen werden die Brückenköpfe erstellt. Die Hack-Brücken erhalten zusätzlich noch Träger aus Polystyrol …

Stabile Köpfe

Mit der Japansäge zugeschnittene Holzteile bilden die Basis für die Brückenköpfe. Holzleim verbindet diese mit der passend bearbeiteten Trasse zu soliden Brückenköpfen. Auch das Hexenloch bekommt einen Unterbau, der einfach mit Heißkleber an der Trasse befestigt wird. Eine einfache Alternative für Teile, die keine weitere Belastung erfahren.

Für die Landschaft wird Aluminium-Fliegengitter auf die Spanten getackert. Kleinere Lücken lassen sich mit Gitterstücken und Heißkleber schließen. Dabei sollte die Form schon der späteren Landschaft entsprechen, damit nicht allzu viel Spachtelmasse nötig ist und das Gewicht der Module gering bleibt.

Ein Teil der Gleisarbeiten sind unproblematischer vor dem Landschaftsbau. So sind beispielsweise die Gleise, die später durch die Brücke verdeckt werden, noch gut zugänglich. Ein Airbrush nebelt ein dunkles graubraun als Grundpatina über die Schwellen. Die Profile können auch gleich dunkelbraun gestrichen werden.

Die Geländehaut entsteht zunächst aus dünn aufgespachteltem Gips. Ein Palettmesser oder Spachtel aus der Baumarkt-Künstlerabteilung leisten gute Hilfe beim verteilen der Spachtelmasse auf dem Fliegengitter. Nach dem durchtrocknen erhält der Gips eine Behandlung mit Tiefgrund. Die Grundierung verhindert ein vorzeitiges Abtrocknen der nachfolgenden Farbschichten. Dann erhalten die sichtbaren Flächen einen Anstrich mit dunkelbrauner Abtönfarbe.

Die Gipsteile der Brückenköpfe werden zunächst grundiert. Eine einfache Colorierung kann mit stark verdünnten Revell-Aqua Farben erfolgen, wie schon zuvor bei der Burg gezeigt. Auch die Tunnelröhre ist aus abgegossenen Gipsteilen gefertigt. Dafür genügt eine Form, dieselben Teile werden einfach spiegelverkehrt verwendet.

Der Brückenkopf entsteht aus mehreren Formen, die Teile werden passend gesägt, gefärbt und lassen sich mit Holzleim sauber verkleben. Zum verschließen der Lücken zum angrenzenden Gelände hat sich Holzmaché bestens bewährt. Die Masse wird mit feinen Spachtelwerkzeugen geformt und kann lange bearbeitet werden. Sie hinterlässt kaum Spuren auf den fertig colorierten Teilen. Dafür dauert die Trocknung etwas länger.

Pimp my bridge

Die Hack-Brücken erhalten einen zusätzlichen Unterzug aus Polystyrolteilen von Evergreen. Mit dieser Änderung lässt sich die Vorbildtreue der filigranen und zugleich sehr günstigen Brücken weiter optimieren. Der Träger entsteht I-Profilen und einigen flachen Streifen. Dabei passen die quer liegenden Profile (3,2 mm) in die etwas größeren längs laufenden Träger (4,0 mm). Alle Teile werden mit Kunststoffkleber verbunden.

Die neuen Teile werden dann separat mit Tamiya XF-24 und dem Airbrush in einer schon recht gut zur Brücke passenden Tönung grundiert. Nachdem der Bandschleifer die Unterseite der Brücke plan geschliffen hat, können die Teile mit Ruderer 530 Kunststoffkleber vereint werden.

Ist alles trocken, wird die komplette Brücke mit der Tamiya Farbe behandelt. Dabei genügt es, die restliche Brücke nur etwas einzunebeln, um die Aufmerksamkeit auf den Träger zu richten. Dabei sollte vorsichtig und mit wenig Farbe gearbeitet werden, um einerseits alle Winkel zu erwischen aber andererseits nicht zuviel Farbe auf die Teile zu bringen. Es sollen sich ja keine Nasen bilden.

Abschließend kommen noch die Widerlager auf den Träger. Im kleinen Maßstab genügen hier kleine T-Träger Abschnitte, die ebenfalls mit Ruderer auf dem Unterzug fixiert werden. Ein wenig dunkelgrau passt die Teile an die Färbung der Brücke an.

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